M2 Aufbau

OV-Heidenheim P04

Last Update 26.11.11

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Bild 4Der Lieferungsumfang der Antenne umfasst neben dem bereits erwähnten Teleskopboom (5teilig) alle benötigten Elemente sowie einen Satz Schrauben, Muttern, Unterlegscheiben etc. die gut verpackt in einzelne Kunststoffkammern eines Kunststoffbeutels sind.
Ganz rechts die Klemmringe mit einem kurzen Alurohr zu sehen, das zum Aufschieben der Ringe verwendet wird.
Bei der Durchsicht stellte ich fest, dass die benötigte Anzahl der Klemmringe zu wenig war. Eine Email an den Importeur genügte und bei meiner nächsten Bestellung kamen die fehlenden Teile kostenlos mit. Sicherlich werden sie auch separat zugesandt wenn man nicht gerade schon eine Order am laufen hat. Da ich des öfteren über das Jahr gesehen bei diesem Importeur bestelle, ist das auf meinen Wunsch hin etwas anders gelaufen. Mir eilte es nicht. Ob die Antenne nun ein paar Wochen länger noch teilmontiert im Bild 5Shack liegt oder nicht störte mich nicht.
Die Boombefestigung am Mast ist aus solidem nichtrostendem Material das die Möglichkeit bietet an verschiedene Maststärken montiert zu werden.
Deshalb befinden sich auf der Montageplatte je zwei Bohrungen recht dicht beieinander die es ermöglichen verschiedene Mastschellenstärken zu verwenden.
Da ich ein 40mm Alurohr mit 6Meter Länge und einer Wandstärke von 5mm als Tragrohr habe, das als Drehrohr in einem 3,5Meter langen Edelstahlmast steckt, unter dem selbstverständlich der Rotor unter Dach sitzt, benötigte ich eine andere Schellengröße als mitgeliefert. Diese Schellen kamen auch bei der nächsten Lieferung mit.
Wie bereits erwähnt werden alle Elemente mit Klemmringe befestigt. Bereits vormontiert der Dipol mit N-Buchse. Dieses fertige Element wird mit der einzelnen Schraube von links aus der dritten Kammer des Kunststoffbeutels direkt auf den Boom geschraubt
Bild 20Die anderen vier Schrauben, die in der vierten Kammer von links sind, waren leider zu kurz. Sie sollten die beiden äußeren Teleskopelemente mit den beiden nächst inneren verbinden. Richtig gelesen - sie waren zu kurz. Noch mal zu mitdenken:
Der Boom ist ein 5teiliger Teleskopboom. Das mittlere Stück, Boomteil Nr. 3 ist das dickste. Nach links und rechts werden die Teile dünner. Bild 21
Nach links geht Teil 2 und dann Teil 1 als äusserstes Element.
Nach rechts geht Teil 4 und dann Teil 5 als äusserstes Rohr.
Wer es nicht versteht einfach auf ein Blatt Papier aufzeichnen. Die zu kurzen Schrauben waren für die Übergänge 2/1 und 4/5 gedacht.
Nach Rücksprache mir einem erfahrenen OM (DL1SBM) kam mir die Idee, die Schrauben durch handelsübliche Imbus-Edelstahlschrauben zu ersetzten. Die äusserste der Schrauben sollte eine Ringschraube werden. Dadurch konnte ich auch ein durchhängen des Booms verhindern. Somit bohrte ich die Löcher etwas grösser und schnitt nur in den unteren Teil des Booms die passende Gewindestärke der Schrauben. Von oben schob ich die Schrauben durch die Löcher die dann in den Gewindeschnitt der unteren Löcher griffen und von aussen noch mit einer Mutter gesichert wurden. Fertig sieht das ganze dann so aus.Bild 22
An der Edelstahlringschraube befestigte ich ein nur minimal dehnbares Seil (Dyneema 1,5mm) das über die Mastmitte zum anderen Ende der Antenne ging. Somit ist wie bereits beschrieben ein durchhängen der Antenne nicht möglich. Die Antenne selbst besitzt keinen Unterzug. Die seitlichen Querkräfte kann ich allerdings durch diese Konstruktion nicht abfangen. Ich lasse mich auch von dem kommenden Winter überraschen, Bild 23denn die Elemente sind nicht so flexibel wie die einer Flexa Yagi. Die Elemente sind aus Alu (Vollmaterial) und eventuell bei dicken Eisansatz verbiegbar. Letzten Winter (2006/2007), der keiner war, hatte ich keinen Eisansatz an meinen Antennen, aber ich gehe nicht davon aus, dass wir jeden Winter mediterrane Temparaturen auf der rauhen Alb haben werden.
Rechts im Bild ist die gelbe Kunststoffkappe mit grosser Edelstahlringschraube zu sehen, die als Befestigungselement in die Spitze des Drehrohres hineingesteckt wird. Die Kappe dichtes das Rohr ab.
Durch die große Ringschraube wurde das Abspannseil geführt, kurz umwickelt und dann weiter zum anderen Ende der Antenne geführt. Der auf dem Bild sichtbare weisliche Kunststoff ist ein Polyamidstab der auf Länge gekürzt wurde und auf den Innendurchmesser des Tragrohres (Drehrohres) verkleinert wurde.

Bild 24

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu den Fakten.

  • Wie bereits erwähnt ist der Aufbau der Antenne nicht unbedingt sehr schnell möglich. Also nichts um mal kurz vor einem Kontest noch eine M2 komplett aufzubauen.
  • Die Elemente werden mit Spannringen befestigt. Absolut genaues Arbeiten ist hier erforderlich. Sitzt das Element nicht mittig im Boom, dann viel Spass beim entfernen des Spannringes.
  • Die Resonanzfrequenz der Antenne ist bei 146MHz. Verständlich, denn in den USA ist das Afu-Band von 144-148MHz. Das SWR bei 144.300 MHz beträgt 1,2:1 - also durchaus verträglich.
  • Der eigentliche störende Nachteil ist, die Antenne singt. Ja sie ist musikalisch. Bei stärkerem Wind pfeifen die Elemente. Ob es daran liegt, dass ich die Antenne verspannt habe, kann ich nicht sagen. Vielleicht sind hier weitere Erfahrungswerte anderer Funkkollegen entscheidend.
  • Die Antenne sollte nur von erfahrenen Funkamateuren aufgebaut werden. Newcomer könnten es schwer haben.
  • Ich habe den Eindruck, dass die Empfangswerte um gut 6dB besser sind als die bei der Flexa mit 11 Elementen. Das ist aber nur meine alleinige Empfindung.

 

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