Portable Satellitenanlage

OV-Heidenheim P04

Last Update 26.05.10

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Vor einigen Jahren konnte ich mich für den Satellitenfunk begeistern. Es war die Zeit von AO13 der mir weltweite Kontakte bescherte. Leider existiert dieser Satellit nicht mehr und danach verlor ich die Begeisterung für diese Betriebsart.
Als nach einigen Jahren dann AO40 im Orbit war begann ich erneut meine einstige Leidenschaft zu verfolgen. Ich kaufte Down-Konverter und GHZ-Antenne doch der Satellit verstummte alsbald.
Die Anlage wurde inzwischen wieder vom Dach entfernt doch ganz sollte sie nicht im Eck verschwinden. Meine neue Idee, eine portable Satellitenanlage war Anfang des Jahres 2006 geboren.
Im Hamradioboard sammelte ich die ersten Kontakte zu aktiven Satellitenamateuren. Einige Tipps konnte ich hier schon entnehmen, denn nach Jahren der Abstinenz will man auf dem aktuellen Stand der Technik sein

Erste Aufbaustufe:

Montage des Rotors auf einer Metallplatte die auf einem schweren Fotostativ befestigt ist. An den Ecken der Platte werden noch Ringösen montiert, damit an diesen später Abspannseile eingehängt werden können.
Das Stativ kann bis auf drei Meter Höhe ausgefahren werden.
Der Elevationsrotor hat zusätzlich einen Verstärkungsrahmen der um den Rotor herumgeht erhalten. Die Schrauben, die den kompletten Rotor mit der Platte verbinden sind in Aluhülsen. 
Vom Azimut und vom Elevationsrotor gehen neue Kabel ab an denen große Stecker montiert sind. Im Steuergerät des Rotors sind die dazu passenden Buchsen eingebaut, so dass das Steuergerät auch direkt an den Rotor angeschlossen werden kann. Dies dient bei Wartungsarbeiten zur Überprüfung der Funktionen. Im Normalfall ist zwischen der Rotoreinheit und dem Steuergerät zwei 40meter lange Steuer- leitungen eingeschleift. Der Rotor (Azimut und Elevation) ist ein Yaesu G 5400 B.

 

 

Zweite Aufbaustufe:

In der zweiten Aufbaustufe geht es um die Antennenleitungen, die Empfangsvorverstärker und natürlich um die Antennen. Bei letzteren habe ich mich im o.g. Forum erkundigt und es wurde allgemein auf sogenannte X-Quads verwiesen. Die Antennen haben eine Umschaltmöglichkeit der Polarisationsebene in horizontal, vertikal, zirkular recht, zirkular links, diagonal. Durch Stockung erreicht man einen höheren Gewinn was allerdings auch bei anderen Antennen der Fall ist. Aber die Antennen sind durch ihre kurze Boomlänge und den kompakten Aufbau recht handlich. Sämtliche Elemente der Antenne sind mit dem Boom und den Kabelaußenmantel elektrisch leitend verbunden. Die Anschlüsse sind N-Buchsen.
Inzwischen wurden die zwei bestellten Empfangsvorverstärker geliefert. Diese wurden auf eine Aluplatte montiert, die wiederum mit dem Verstärkungsrahmen des Elevationsrotors verbunden wurde. Links der 2meter Vorverstärker (VV) und in der Mitte der 70cm Vorverstärker und rechts sind bereits Bohrungen auf der Metallplatte um einen weiteren VV für einen anderen Frequenzbereich nachzurüsten. Das Tragrohr, das durch den Elevationsrotor geschoben wird ist auch schon geliefert worden. Die Antennen wurden jetzt auch bestellt. Zwei 70cm Antennen und eine 2meter Antenne. Dazu jeweils Phasenleitungen die die Antennen zirkular schalten werden. Ein Rohr das zur Stockung der zwei 70er dienen soll wird noch benötigt.

Die gelieferten Antennen wurden inzwischen zusammengebaut. Etwas verwirrt war ich bei der Boomhalterung. Das hat sich dann aber auch alles geklärt. Siehe hier.
Die Kabel von UKW-Berichte, 2x40Meter ECOFLEX 15 mit fertig montierten Steckern sind per Spedition gekommen. Zwei grosse Kabeltrommeln. Da habe ich mich wohl etwas verschätzt als ich darum bat die Kabel auf Holztrommeln zu wickeln damit ich das besser lagern kann.
Ich bin von kleineren Trommeln ausgegangen, so wie ich sie bei einer Trommel für das AIRCOM Plus habe. Nun ja, jetzt stehen sie erst einmal im Keller und demnächst werde ich die Kabel abwickeln.

 

Dritte Aufbaustufe:

In der dritten Aufbaustufe geht es um die Software und die Verbindung zwischen Rotorsteuergerät und PC. Im Jahre 2001 hatte ich mir über “Funkbox” ein Interface inkl. Software zur Rotorsteuerung gekauft. Auf der HAM-RADIO 2006 habe ich die neueste Software am Stand der AMSAT DL als Mitglied der AMSAT DL auch günstiger erhalten. Es handelt sich dabei um SatPC32 Version 12.5. Auf die Frage ob dieses Programm mit meinem Interface kompatibel ist konnte mir leider nicht weitergeholfen werden. Auf eine Email Anfrage beim Funkbox Team erhielt ich keine Antwort - schade. Inzwischen habe ich das Interface an meinem neuen Funkrechner, einen alten 400MHz PII, angeschlossen und mit dem Rotorsteuergerät verbunden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten funktioniert nun die Steuerung mit dem damals mitgelieferten Programm. Das neue Sat-Programm muss nun auf die Steuersoftware abgestimmt werden. Das wird eines der nächsten Aktionen werden, wobei ich auch noch andere Programme wie zB. Nova und Orbitron testen werde, sofern es die Zeit zulässt.

 

Testbetrieb:

Erster Testbetrieb auf der OV-Veranstaltung an der Landesgartenschau.Laga 1 Bedingt durch den Publikumsverkehr wurde die Anlage in einem Haus, genauer dem Marineheim in Heidenheim, aufgestellt, da sie ausserhalb eher störend wirkte.
Zudem war sie nicht an eine Funkstation angeschlossen. Eine Einbindung der zuvor genannten Programme war zu diesem Zeitpunkt noch nicht erfolgt. Die Antennenanlage diente somit eher als optischer Zusatzpunkt zur Präsentation des OV.
Der Fotograf brachte leider nur die 2m Antenne auf Bild. Besten Dank für die freundliche Überlassung des Bildmaterial an DL3SCY.
Irgendwann werde ich sie mal bei mir in den Garten stellen und in voller Grösse fotografieren. Die Steuerung mittels PC lief noch nicht reibungslos.

Bericht wird fortgesetzt.

 

 

 

 

 

Materialkosten - Liste noch nicht vollständig:
Artikel mit blauen Preisen waren bereits im Bestand und wurden nicht extra gekauft.
Ansonsten müsste in der Artikelbeschreibung der angegebene Neupreis zur Berechnung hinzugezogen und gegen den damaligen Neupreis getauscht werden, wenn die Anlage komplett neu aufgebaut wird.

Pos.-Nr.

Artikelbeschreibung

Preis EUR

1

Stabiles Fotostativ - Neupreis unbekannt - gebraucht gekauft

35,00

2

Aluplatte für Rotorbefestigung - Abfallware vom Metallbetrieb

4,00

3

Rotor mit Azimut und Elevation - Neupreis heute ca. 1100,00 - damaliger Neupreis ca.

600,00

4

Verstärkungsrahmen

98,00

5

Rotorsteuerkabel (2x40Meter) mit Stecker und Steckverbinder

273,00

6

Alurohr (2m lang, 40mm Außen, Wandstärke 5mm) - vom Metallbetrieb

30,00

7

Aluplatte zur Befestigung der Empfangsvorverstärker - Abfallware vom Metallbetrieb

6,00

8

2m-Empfangsvorverstärker zur Mastmontage Typ SP-2000

219,00

9

70cm-Empfangsvorverstärker zur Mastmontage Typ SP-7000

219,00

10

X-Quad für 2m

128,75

11

X-Quad für 70cm (2Stück)

261,62

12

Phasenleitung für 2m - Zusammenschalten beider N-Anschlüsse der Antenne

42,23

13

Phasenleitung für 70cm - Zusammenschalten beider N-Anschlüsse der Antenne (2St.)

84,46

14

Anpasstopf für 2x70cm

59,00

15

Koaxkabel ECOFLEX-15 fertig mit Stecker konfetioniert (2x40Meter)

452,03

16

Koaxkabel ECOFLEX-10 für Verbindungen von den SP´s zu den Antennen + Stecken

40,31

17

Rotorsteuerung mittels PC-Interface - Neupreis heute 85,00 - damaliger Neupreis ca.

80,00

18

Diverse Schrauben und Muttern pauschal

10,00

 

 

 

19

Gesamtkosten - noch nicht komplett - derzeitiger Stand

2.672,40

Nachtrag:

Die Anlage wird mit je einem HOFI-Blitzschutz betrieben. Das ist bei portabel Anlagen eher nicht notwendig, da die Anlage keine Dauereinrichtung ist und man davon auszugehen kann, dass der Betreiber vorort ist und bei Witterungsumschwung die Anlage abbaut. Bei Stationären Anlagen empfiehlt sich das Einschleifen des Blitzschutzes zwischen Antennenleitung und dem Antenneneingang pro Vorverstärker. In meinem Beispiel bei zwei verwendete Vorverstärker insgesamt zwei HOFI- Blitzschutz.

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Jahr

Besucher

2005

1.483

2006

18.522

2007

38.801

2008

42.631

2009

36.561

2010

xx.xxx