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Der IARU Kontest 2009 ist vorbei. Es war wieder mal ein schlafloses Wochenende, aber wir hatten tatkräftige Unterstützung erhalten. Zum einen von Wolfram, der uns in technischer Hinsicht stark unterstützte und dann auch von Gerhard der uns kulinarisch verwöhnte. An der Station selbst waren DL1SBM und DL2AU die ganzen 24 Stunden am Stück. Es begann zuerst recht flott, doch bald lagen wir mit gut 5.000-6.000 Punkte hinter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Aber wir kämpften uns wieder in die Pluszone um doch wenig später wieder abzufallen. Am Sonntag morgen waren wir mit 14.000 Punkten im Minus und nur noch gut 6 Stunden bis der Kontest vorbei war. Resignation machte sich nicht breit, sondern nun war die Devise einen kühlen Kopf bewahren, keine unnötigen Aktionen starten sondern versuchen das Minus in ein Plus umzuwandeln. Es gelang uns gut 85 Minuten vor Schluss wieder in die Pluszone zu kommen, so dass wir am Ende des Kontest doch noch ein kleines Lächeln übrig hatten. Auch dieses Mal werden wir nach unserer zweiten Teilnahme nicht unter die ersten 10 Mehrmannstationen in DL kommen. Das war auch nicht das Ziel. Wir hatten uns ein ganz anderes Ziel gesetzt - den erreichten Platz des Vorjahres zu halten. Wieder mal haben wir Komplimente für das ausgezeichnete Setup erhalten. Die Station arbeitete einwandfrei und wir haben ein sehr schmales Signal erzeugt und uns nicht wie andere, durch megabreite Signale und teilweise schlechte Mikrofonqualität ausgezeichnet. Letztendlich hat dies aber auch einen Nachteil. Da wir selbst ein sehr sauberes und schmales Signal hatten, haben sich andere Stationen in unmittelbarer Nähe zu unserer Nutzfrequenz angesiedelt, fleissig CQ gerufen und Betrieb gemacht. Diese Stationen haben dann wiederum ein breites Signal was uns dann störte. Sie selbst wurden durch uns kaum bis gar nicht gestört. Das bedeutet, wer für breite Signale sorgt, erzeugt genügend Signalabstand zu anderen Stationen, denn keiner würde sich in unmittelbarer Frequenznähe zu so einer Station positionieren, sondern eher so weit wie möglich davon Abstand nehmen. Des weiteren haben wir mit einem weiteren Handicap zu kämpfen - den Industriestörungen. Die Station befindet sich in der Universität Ulm. Dort gibt es eine Unmenge an wissenschaftlichen Geräten die Tag und Nacht in Betrieb sind. Auch am Wochenende wird hier keine Ausnahme gemacht. Somit ist klar, dass eine Teil des Störpegels “hausgemacht” ist. So ist auf diesem Weg vielleicht auch zu entschuldigen, dass wir nicht jede Station hörten die uns anrief. Das ist eine unbefriedigende Erkenntnis für die es aber derzeit noch keine Lösung gibt. Allerdings werfen wir deswegen die Flinte nicht ins Korn, sondern werden weiterhin an der Optimierung der Station arbeiten, denn jeder Kontest ist ein Lernprozess. Das ist auch gut, denn so verfällt man nicht in den Glauben mehr ginge nicht, es ist alles ausgereizt und die Station sei soweit perfekt. Wenn wir auch diesmal nicht den “Großen Wurf” gelandet haben, so bedeutet das nicht, dass dies das Ende der Fahnenstange ist, denn eines sollte man sich vor Augen halten, andere Teams haben die “Manpower”, können aus dem “vollen“ schöpfen, können somit Schichteinteilungen machen. Jedem erfahrenen Kontester ist bekannt, dass nach mehreren Stunden an der Station die Konzentration schwindet und sich Fehler einschleichen können. Für das, dass wir nur zu zweit 24 Stunden am Stück an der Station sitzen, ist unser Ergebnis mehr als zufriedenstellend. Anhand unserer Fehlerquote, die letztes Jahr bei unter 2% lag, sollte man gemessen werden. Somit warten wir das Ergebnis entspannt ab, und werden dann sehen welchen Platz wir dieses Jahr am IARU VHF-Kontest 2009 erreicht haben. Besonderen Dank geht noch einmal an Wolfram für seine im Vorfeld geleistete genaue technische Arbeit ohne die wir nicht am Kontest hätten teilnehmen können und für Gerhard, der mitten in der Nacht vorbei kam und ein schmackhaftes Mal zauberte und uns Stunden später dann noch beim Abbau geholfen hat. Bis nächstes Jahr spätestens zum ersten Septemberwochenende. DK0UU - JN48XK - Clubstation der Universität Ulm
Und hier etwas für die Statistiker:
Das Ergebnis der Auswertung ist auf der Homepage des DARC vom 06.10.2009 zu sehen: Bei der veröffentlichten Liste liegen z.B. die Plätze 8-12 dicht beieinander. Zwischen Platz 8 und 12 sind nur 5.379 Punkte Differenz. Dieser 170.000er Block hat fünf Stationen. Davon hat DK0UU den zweitbesten QSO-Schnitt mit 342,06 QSO´s. Nur DL0BLG mit einem Schnitt von 352,62 QSO liegt noch in diesem Block vor uns.
DK0UU Ergebnis:
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Platzierung
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:
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12 (Platz 2 im Distrikt “P”),
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Teilnehmerzahl
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:
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80 (In der Wertungsgruppe 2)
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ODX
|
:
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874 km (EA3LA - JN12IK)
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Großfelder
|
:
|
73
|
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Länder
|
:
|
17
|
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Eingereichte QSO
|
:
|
513
|
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Schnitt/QSO
|
:
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340 (342,06 nach Ergebnisverkündung)
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Gewertete QSO
|
:
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502
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Nicht gewertete QSO
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:
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11 = 2,14% (Siehe Fehleranalyse unten)
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Eingereichte Punktzahl
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:
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174.519
|
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Gewertete Punktzahl
|
:
|
171.716
|
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Fehlerquote
|
:
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1,61% = 2.803 Punkte
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Gearbeitete Länder:
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Platz
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Land
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Präfix
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Verbindungen
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1.
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Bundesrepublik
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DL
|
:
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264
|
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2.
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Tschechische Repub.
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OK
|
:
|
75
|
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3.
|
Italien
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I
|
:
|
33
|
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4.
|
Schweiz
|
HB9
|
:
|
24
|
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5.
|
Slowakische Repub.
|
OM
|
:
|
19
|
|
6.
|
Frankreich
|
F
|
:
|
18
|
|
7.
|
Österreich
|
OE
|
:
|
18
|
|
8.
|
Slowenien
|
S5
|
:
|
16
|
|
9.
|
Kroatien
|
9A
|
:
|
12
|
|
10.
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Ungarn
|
HA
|
:
|
10
|
|
11.
|
Niederlande
|
PA
|
:
|
10
|
|
12.
|
Polen
|
SP
|
:
|
9
|
|
13.
|
Spanien
|
EA
|
:
|
1
|
|
14.
|
England
|
G
|
:
|
1
|
|
15.
|
Luxemburg
|
LX
|
:
|
1
|
|
16.
|
Belgien
|
ON
|
:
|
1
|
|
17.
|
Dänemark
|
OZ
|
:
|
1
|
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Fehleranalyse:
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Fehler
|
:
|
Anzahl
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Falscher Locator
|
:
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2 Stück. Falscher Locator notiert oder gehört.
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Falsches Rufzeichen
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:
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6 Stück. Gegenstation meldet sich als portabel gibt aber LOG als nicht portabel ab. Dann der Fall dass wir definitiv 3 Stationen gearbeitet haben die uns selbst nicht geloggt haben. Bei zwei Stationen war es dann ein Hörfehler.
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Falsche QSO-Nummer
|
:
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3 Stück. Klassisches Beispiel: Gegenstation sagt zwei und man hört drei. Besser wäre es, wenn bei solchen Verwechslungen nicht zwei sondern zwo gesagt wird. So wird es bei uns praktiziert. Wir sprechen bei der Zahl “2” nicht von zwei sondern von zwo.
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Kontrollsumme
|
:
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11 Stück. Davon maximal 7 wirklich selbstverschuldete Fehler.
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Nachtrag:
Im nachhinein wurde bekannt, dass es doch den einen oder anderen Fehler gab, der in Zukunft beseitigt werden sollte. Das war zum einen, dass die Aufnahme des Ansagetextes für den DRU-2 Sprachspeicher bei eingeschalteten Prozessor stattfand. Wenn dann der Text selbst bei eingeschalteten Prozessor ausgesendet wird, wird die Modulationsqualität dermaßen verzerrt, dass die Stimme im Nahbereich nicht verständlich ist. Zum anderen war der Ansagetext zu lang.
Besten Dank für die konstruktive Kritik.
Vergleichstabelle Contest 2008 zu Contest 2009.
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