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Amateurfunk DL2AU

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Dokumentation zum CB-Funkgerät COURIER CHIEF 23
        
Die Fa. COURIER hatte Ihren Sitz in den USA (NEW YORK) und lies, wie viele andere Anbieter, ihre Geräte in Japan bauen.
Die  damalige Adresse lautete: COURIER COMMUNICATION, 100 Hoffman Place,  N.J. Hillside 07205 und in Kanada war es die 25 Bathurst Street, Toronto.
COURIER Geräte waren markant und unterschieden sich schon äußerlich von den damaligen CB-Funkgeräten. Ihr Gehäuse war verchromt. Heutige Geräte haben allerdings ihre Patina, in Form von mattem Chrom  und jede Menge Rostpickel in kleinster bis zur größter Form. Auf dem  nachfolgendem Bild sieht es aus, als wäre das Chromgehäuse gräulich  glitzernd. Dabei handelt es sich um die weiße Unterlage die sich im  Chrom spiegelt.



Die  COURIER CHIEF 23 hatte 23 Kanäle AM, zur damaligen Zeit nichts besonderes, doch zusätzlich hatte sie noch den VHF-Bereich von 150-175  MHz durchstimmbar in FM.
Die CB-Funker, die so ein Gerät ihr Eigen nennen konnten, hatten die Möglichkeit, auf dem VHF-Bereich Polizeieinsätze, sowie Feuerwehr- und Krankenwagenfahrten abzuhören. Ein  Funkfreund in Facebook (DO9FN) schrieb mir, dass innerhalb des VHF-Bereiches des Gerätes damals auch Wetternachrichten empfangen werden konnten, die noch heute dort senden - NOAA. Die Frequenzen dafür sind hier zu finden:
https://www.weather.gov/phi/nwrfaq.
        
Von daher ein multifunktionelles Gerät mit zwei Frequenzbereichen.
Eine  Sensation und mir ist bis heute kein weiteres Gerät bekannt, dass die  damaligen Möglichkeiten angeboten hätte. Senden und empfangen auf CB und nur hören auf VHF.
Hier eine
Werbeanzeige aus dem Jahr 1971.
        
Unterlagen  über das Gerät zu finden sind äußerst schwierig. Durch Zufall bin ich  auf ein paar Seiten des alten Service Manuals gestoßen das hilfreich  sein wird, da es Bestückungspläne, Platinenlayouts und einen Schaltplan  beinhaltet. Gefunden in den USA und der Preis war nicht gerade günstig.  Hat fast soviel gekostet wie das Gerät selbst.
        
Das  besondere an diesem Gerät ist im übrigen auch die Mikrofonbuchse. Sie  ist zwar vierpolig, doch die Anordnung der Pole ist so selten, wie ich  sie bis dato noch nie gesehen hatte. Ein Blick in den Schaltplan  bestätigte, dass es sich um die original Buchse handelt und nicht um  eine Modifikation.



Die  Suche nach dem Originalmikrofon gestaltet sich schwierig. In diversen  Facebook Gruppen habe ich nach einem passenden Stecker Anfragen an die Mitglieder gesendet. Einige gute Tipps habe ich erhalten, auch  Mitglieder die Ihren Materialbestand durchforsteten meldeten sich -  bisher leider alles ohne Erfolg.
Natürlich bleibt die Möglichkeit  die Buchse durch eine heute aktuelle, mit der dementsprechenden  Belegung, zu tauschen, doch dann wäre das Gerät nicht mehr im  Auslieferungszustand, also modifiziert und somit nicht mehr original.
        
Etwas  Recherche brachte zu Tage, dass hier am besten ein Audiostecker passen  könnte. Ein mehrpoliger, bei dem die nicht zu verwendeten Pins entfernt oder abgezwickt werden.
  
Bericht mit Bilder wird fortgesetzt - Stand Dezember 2021

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