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Amateurfunk DL2AU

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Umgang mit Dokumentationen zum Hobby Amateurfunk. Sammeln aber richtig.

Dokumentationen,  Geräteunterlagen und Kataloge finden mehr und mehr Interesse und somit  entwickelt sich die Sammelleidenschaft. Es wird eine Vielzahl angeboten,  teilweise zu astronomischen Preisen, doch nicht jedes als selten  angebotenes Objekt entpuppt sich dann als wahrer Glückstreffer.         
Zuerst  sollte man sich im klaren sein was man sammeln möchte. Sollen es  Unterlagen einer speziellen Marke sein, Kataloge von Herstellern, Dokumentationen über bestimmte Bauprojekte etc. Die Auswahl ist  vielschichtig und wenn man sich dann einmal im  klaren ist, kann es  losgehen mit dem durchstöbern der einschlägigen Internetportale und  Angebotsplattformen.

Anhand meines Sammelgebietes, Dokumentation, Geräteunterlagen und Kataloge der Marke KENWOOD möchte ich einige Tipps geben, woran man eine gute Qualität erkennt und wovon man eher die Finger lassen sollte.

Qualitativ gute Unterlagen, Kataloge, Bücher etc. dürfen vieles nicht haben:
       
  • Eingerissene Seiten
  • Handschriftliche Notizen
  • Löcher durch den Locher
  • Verrostete Heftklammern
  • Fehlende oder lose Seiten
  • Vergilbte oder blasse Seiten
  • Kleberückstände von Seitenmarkierungen
  • Rückstände von verrosteten Büroklammern
  • Fettflecken oder sonstige Verschmutzungen
  • Knicke in den Seiten oder am Umschlag bzw. Einband
  • Brandrückstände durch Zigaretten oder dem Lötkolben
  • Kaffee- oder Teeflecken sowie sonstige Getränkerückstände

Alle  diese negativen Punkte führen zur Abwertung eines Artikels und trotzdem  ist es erstaunlich, dass es immer noch genügend Abnehmer für solch ein schlechtes Material gibt. Im Laufe der Zeit bekommt man ein Gespür und  erkennt was interessant ist und was nicht.

Manuals  und Betriebsanleitungen sind eher zu erhalten wie ganze Hersteller-  oder Händlerkataloge. Diese sind seltener und oftmals auch teurer. Das  es nach oben so schnell keine Grenze gibt ist beim Beispiel der  RICOFUNK-Kataloge deutlich zu sehen.
Während für diese Kataloge die  Preislagen zwischen 5,00 bis 10,00 EURO ausgerufen werden, gibt es  Zeitgenossen die 20,00 - 50,00 EURO vom dummen Käufer erwarten. Dabei  sollte man genau darauf achten, dass es am Anfang noch Gesamtkataloge  gab und erst später diese in einen Geräte- und einen Zubehörkatalog  aufgesplittet wurden. Der Zubehörkatalog ist für den ambitionierten  Käufer bei weiten nicht so interessant  wie der Gerätekatalog.
Auch Angaben ohne Druckjahr sind sehr mit Vorsicht zu genießen.

Auf  einer bekannten Verkaufsplattform im Internet taucht auch immer wieder  ein Händler auf, der im ersten Anschein aus Irland ist, doch seinen Sitz  wohl in Großbritannien hat. Er handelt unter anderem auch mit  Anleitungen und Manuals. Diese sind für mein empfinden deutlich zu hoch  im Preis angesetzt, denn wenn man rund 30.- EURO für eine Anleitung bzw.  rund 40.- EURO für ein Servicemanual zahlt, darf man eine sehr gute  Qualität erwarten. Den Bildern nach zu urteilen ist meine Vorstellung  von einer sehr guten Qualität anders, als das was ich da abgebildet  sehe. Aber bitte, es gibt immer einen OM der meint diese Preise zahlen zu wollen.

Je  mehr man sich mit dem Thema beschäftig, desto behutsamer geht man mit  seinen Sammelwerken um. Die Aufbewahrung selbst ist z.B. in einem Ordner möglich. Allerdings den Katalog, das Manual, die Betriebsanleitung usw.  nie mit einem Locher zum einheften “durchlöchern”, denn genau das ist  ein absolutes “NO GO”.
Für Unterlagen die nicht in Klarsichthüllen  passen, weil sie größer als A4 sind, gibt es spezielle Kataloghüllen,  teilweise sogar mir verschließbarem Deckel.
Die Unterlagen am besten  mit Baumwollhandschuhe aus der Apotheke anfassen. Drucke nehmen gerne  das auf der Oberfläche befindliche Körperfett auf.
Die Ordner selbst  sollten im gleichmäßig temperierten Räumen aufbewahrt werden. Der Keller  oder die Garage sowie der Dachboden sind hier nicht geeignet.
Neben dem Ordner gibt es natürlich auch Sammelboxen in denen die Unterlagen lose eingelegt werden können.

Dieser kleine Bericht zum richtigen Umgang mit Dokumentationen soll beim Sammeln hilfreich sein. Viel Erfolg.

Vorsicht: Nepper, Schlepper & Bauernfänger.
Im  Web werden gerne Abbildungen von Anleitungen gezeigt bei denen man  annehmen kann, es handelt sich um die Original Unterlagen. Doch  Vorsicht, beim genauen durchlesen der Angebote stellt man fest, dass man  nur ein pdf-file zugesandt bekommt. Die vermeintliche Anleitung ist  lediglich ein Scan einer Anleitung, die zwar vom Original erfolgte aber  nicht das eigentliche gedruckte Original ist. Die Scans sind teilweise  auch in schlechter Qualität, z.B. schräg eingescannte Seiten usw.
Nehmt  bitte von solchen Angeboten Abstand, da hier bewusst mit der  Unachtsamkeit des Interessenten spekuliert wird, der bei der Durchsicht  der Anzeige das “Kleingedruckte” überlesen könnte.
      
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